Die Ausstellung „Moderne Stillleben“ des Bund internationaler Künstler präsentiert innovative und überraschende Neudeutungen eines der ältesten Kunstgenres. Renommierte Künstlerinnen und Künstler setzen sich mit dem klassischen Motiv des Stilllebens auseinander und übertragen es in die Gegenwart – mutig, experimentell und einzigartig.
Von minimalistischen Kompositionen bis zu farbintensiven, digitalen und gemischten Techniken entsteht ein spannender Dialog zwischen Tradition und Moderne. Besucher:innen erwartet eine Vielfalt an künstlerischen Handschriften, die zeigen, wie lebendig und aktuell Stillleben auch heute sein kann.
Die Ausstellung richtet sich an Kunstliebhaber, Sammler und alle, die neugierig auf neue Perspektiven in der zeitgenössischen Kunst sind.
Moderne Stillleben
Kunst- und Galeriehaus, Lohrheidestrasse 57, Bochum
11.09. - 14.09.2025

Das Stillleben zählt zu den ältesten und traditionsreichsten Bildgenres der Kunstgeschichte. Seit dem 16. und 17. Jahrhundert, insbesondere in den Niederlanden, erfreute es sich großer Beliebtheit. Obstschalen, Blumensträuße, Gläser oder Alltagsgegenstände wurden detailreich inszeniert und spiegelten nicht nur Schönheit, sondern oft auch symbolische Bedeutungen wider – etwa die Vergänglichkeit des Lebens oder den Reichtum der Auftraggeber.
Mit dem Aufkommen der Moderne wandelte sich die Bedeutung des Stilllebens grundlegend. Künstler wie Cézanne, Picasso oder Morandi lösten sich von der rein naturalistischen Darstellung und interpretierten Alltagsgegenstände neu – durch reduzierte Formen, expressive Farbgebung oder experimentelle Kompositionen. Das Stillleben wurde zum Experimentierfeld für Abstraktion, Symbolik und individuelle Handschrift.
Heute erlebt das Genre eine spannende Renaissance. In der Ausstellung „Moderne Stillleben“ des Bund internationaler Künstler greifen Künstlerinnen und Künstler die klassische Tradition auf und überführen sie in die Gegenwart. Digitale Techniken, Mixed-Media, Fotografie oder minimalistische Ansätze eröffnen neue Sichtweisen auf vertraute Motive. Es entstehen Werke, die das Verhältnis von Objekt und Raum, Konsum und Vergänglichkeit oder Natur und Künstlichkeit reflektieren.
So zeigt die Ausstellung eindrucksvoll, dass das Stillleben weit mehr ist als eine stille Darstellung von Dingen: Es wird zur Bühne für gesellschaftliche Fragen, persönliche Ausdrucksformen und visionäre Bildwelten.





